«Die vorliegende Aufsatzsammlung umgreift vierzig Jahre [von Schmidts] an Umbrüchen und Veränderungen reichen Karriere als Philosoph, Wissenschaftler und Künstler. Der Autor bearbeitet den radikalen Konstruktivismus als Reflexionstheorie, wenn er mitarbeitet am Wandel von Sprachwissenschaft und Philologie zur Linguistik, unter Beteiligung von analytischer Sprachphilosophie und Sprachpsychologie. Schmidts Texte stehen in einem sozio-kulturellen Diskurs hypothetischer, also vorläufiger Wissenszustände, die zu Ausgangslagen neuer wissenschaftlicher Textforschungen werden, ohne festgelegte Anfänge und ohne absehbares Ende. Bei seiner Suche nach Innovationen wird Schmidt zum Erfinder, Abgrenzer und Förderer der empirischen Literaturwissenschaft. Anhand verschiedener Grundannahmen werden ein technikzentrierter und ein anthropologischer Ansatz in der Medienwissenschaft zu einem komplexen, integrativen Modell zusammengeführt, unter Zuhilfenahme von Luhmanns konstruktivistischer Systemtheorie.» (Manfred Rühl, Publizistik 3, 2012)