Im Mittelpunkt des Bandes steht die Kommunikation zwischen der
päpstlichen Zentrale und der Peripherie bzw. die Instrumente, die den
Päpsten zur Verfügung standen, um mit den Kirchen und Gläubigen vor
Ort in Kontakt treten zu können, und über die sich ein Geben und
Nehmen von Inhalten zwischen Zentrale und Peripherie entfaltete. Damit
bietet der Band erstmals eine komparatistische Untersuchung
päpstlicher Steuerungsinstrumente sowie der Wahrnehmung des Papsttums
in den einzelnen Regionen, indem er die Perspektive der römischen
Zentrale mit der der Kirchen an der Peripherie verknüpft. Die
unterschiedlichen Entwicklungen von römischem Anspruch und
Wirklichkeit vor Ort werden am Beispiel der institutionalisierten
Mittel untersucht, die Zentrale und Peripherie miteinander verbanden -
aus beiden Perspektiven: aus dem Blickwinkel einer römischen Norm,
einer idealtypischen Sicht auf die Instrumente, die den Willen und die
ekklesiologischen Vorstellungen Roms transportieren sollten, und aus
dem Blickwinkel einer (variablen) Akzeptanz dieser Instrumente vor
Ort, ihrer Deutung durch die Kommunikationspartner der päpstlichen
Zentrale. Der römischen Sicht auf die Mittel zur Durchdringung der
Kirche wird der Befund gegenübergestellt, wie man in den Regionen mit
ihnen umging. Neben den Spannungsbogen von römischem Prototypen und
konkreter Deutung von der Mitte des 11. bis zum Ende des 12.
Jahrhunderts tritt somit zusätzlich eine Differenzierung durch
kontrastive Regionenskizzen.
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Das universale Papsttum als Bezugspunkt der Kirchen von den Reformpäpsten bis zu Innozenz III.
Produktdetaljer
ISBN
9783110210569
Publisert
2015
Utgave
1. utgave
Utgiver
De Gruyter
Språk
Product language
Tysk
Format
Product format
Digital bok
Forfatter