Während des Zweiten Weltkrieges wurden in den Vereinigten Staaten von
Amerika bereits verschiedene Visionen zur Zukunft und
Nachkriegsordnung Europas ausgearbeitet, die als solche den ideellen
Grundstein für spätere außenpolitische Vorhaben legten und folglich
einen nicht unwesentlichen Einfluss auf die anschließende Umsetzung
selbiger zeitigten. Jene Vorstellungen zeichneten sich zum einen
dadurch aus, dass viele der erwarteten Probleme bei der Etablierung
eines neuen zwischenstaatlichen Systems häufig von der Warte
gesamtstrategischer Überlegungen und Erfordernisse betrachtet wurden,
im Zuge derer nationale Eigeninteressen mit liberal-amerikanischen
Idealbildern verbunden und im Rahmen der übergreifenden Vision eines
globalen Internationalismus unter der Führung der USA durchgesetzt
werden sollten. Zum anderen beschränkten sich amerikanische
Europakonzeptionen keineswegs nur auf einzelne Teilaspekte politischer
oder wirtschaftlicher Natur, sondern versuchten vielmehr ganzheitliche
Lösungen zu liefern, indem sie die vielfältigen Herausforderungen,
denen sich Europa nach dem Krieg gegenübersehen würde, systematisch
in Bezug zueinander setzten. Anhand eines prosopographischen Ansatzes
wird untersucht, inwiefern die Errichtung einer stabilen Friedens- und
Sicherheitsordnung in Europa nicht erst mit Beginn des Kalten Krieges
zu einem zentralen Eckpfeiler der amerikanischen Außenpolitik
geworden war.
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Produktdetaljer
ISBN
9783658459758
Publisert
2024
Utgiver
Springer Nature
Språk
Product language
Tysk
Format
Product format
Digital bok
Forfatter